Tauernschecken-Ziegen

Um unserem Konzept treu zu bleiben, war bei der Entscheidung für Ziegen bereits klar, daß nur eine Rasse in Frage kommt, die ebenfalls auf der Roten Liste der GEH steht.

Es sind die Tauernschecken. Sie haben mit 700-900 l eine ansehnliche Milchleistung, sind robust und eignen sich hervorragend zur Landschaftspflege.

Wir sind Mitglied im Landesverband der Schafhalter/Ziegenhalter und Züchter Rheinland-Pfalz e.V.

Da uns die Gesundheit der Tiere am Herzen liegt, befinden wir uns in der Sanierungsphase CAE und Pseudo-TB. Dazu gibt es positive Nachrichten: die ersten CAE und Pseudo-TB Untersuchungen haben stattgefunden, und alle unsere Ziegen sind serologisch und klinisch bisher negativ!

  • Über unseren jungen Bock Luigi freuen wir uns besonders: er  bringt vielversprechende Anlagen mit, ist wunderbar unkompliziert im Wesen, dem Menschen vertraut, furchtlos und neugierig.

Selbstverständlich ist er gekört, mit der Bewertung: R7-F7-B8

Sein erster Nachwuchs ist da:

Noah, Vroni, Lorenzo, Luise und Lotte

  • Franzi stammt ebenfalls aus einer Herdbuchzucht.

Ihre Bewertung: R6-F7-B8

  • Hanni wurde mit der Bewertung R8-F6-B7 ins Vorbuch eingetragen.
  • Resi ist noch nicht eingetragen, ist aber eine wundervolle Mutter!!!

Tauernschecken:

Kennzeichen:

Die Tauernschecken sind eine robuste, vitale, langlebige und trittsichere österreichische Gebirgsziegenrasse. Beide Geschlechter sind gehörnt. Die Rasse ist sehr lebhaft gefärbt. Sie ist braun-schwarz-weiß, mitunter nur schwarz-weiß gescheckt.  Eine durchgehende Blässe am Kopf (wobei die Ohren und Augen deutlich pigmentiert sind) ist ebenso charakteristisch wie die schwarze, manchmal gescheckte Beinfarbe. Das Haarkleid ist kurz und ohne Behang; bei älteren Böcken kommen mitunter „Hosen“ vor. Die Tiere sind mittelrahmig mit stabilem Fundament.

Verbreitung:

Der Schwerpunkt der Zucht liegt nach wie vor in ihrem Herkunftsland Österreich. Weiterhin gibt es einige Zuchten in Deutschland und Südtirol.

Herkunft:

Die Tauernschecken haben ihren züchterischen Ursprung im Raum der Hohen Tauern. Die Scheckung ist für das Auffinden der Tiere im Hochgebirge von Vorteil. Erste Erwähnungen und Bilddarstellungen lassen sich bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts feststellen. Mit dem Arbeitskräftemangel nach dem 2. Weltkrieg wurden die Ziegenbestände und die Ziegenalpung stark zurückgedrängt. Durch besondere Bemühungen weniger Idealisten ist es gelungen, die hochgefährdete Rasse vor dem endgültigen Untergang zu bewahren.  (Quelle: Arche Austria, www.arche-austria.at)

Eigenschaften und Leistung:

Sie zeichnen sich durch hoch angesetzte, gut ausgebildete Euter mit ansprechender Milchleistung aus. Nunmehr werden die Tauernschecken wegen ihrer Fruchtbarkeit und ihrer hervorragenden Muttereigenschaften vorwiegend zur Lammfleischerzeugung gehalten. Auch zum Freihalten extensiver Flächen von Verbuschung werden sie eingesetzt. Weiters spielt auch der Verkauf der bunten Felle eine gewisse Rolle. (Quelle: Arche Austria, www.arche-austria.at)

Gewichte/Widerristhöhe: Böcke  75 – 90 cm, 65 – 90 kg / Ziegen 70 – 80 cm, 50 – 65 kg

Milchleistung: 700-900 kg

Bestand/Herdbuch:

In Österreich wird die Rasse vom Salzburger Zuchtverband betreut. In 2010 betrug der Bestand laut Österreichische Nationalvereinigung für Genreserven (ÖNGENE)  811 Tiere, davon 463 ÖPUL-geförderte Zuchttiere (Österreichisches Programm für umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL)).

In Deutschland wird die Tauernscheckenziege von rund 10 Herdbuchzüchtern gehalten in den Landesziegenzuchtverbänden Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Thüringen und Westfalen-Lippe.

Gefährdungsgrad:

Kategorie „Rassen aus anderen Ländern“ in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.

Quelle: GEH